Presseinformationen

Für den direkten Kontakt zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg wenden sich Journalisten bitte an
presse(at)zeitzeugenpreis.de


12. September 2011

Die besten Beiträge vom Zeitzeugenpreis 2011

Anthologie fasst prämierte sowie weitere herausragende Arbeiten des Schreibwettbewerbs zusammen

„Ich bin (k)ein Berliner/Brandenburger“ lautete die Bekundung, mit der zur Teilnahme am Schreibwettbewerb um den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2011 eingeladen wurde. Gefragt waren persönliche Geschichten vom Leben und Ankommen in der Region. Fast hundert Beiträge von bemerkenswerter Qualität haben unter anderem die Frage beantwortet, was das Besondere daran ist, ein Berliner oder Brandenburger zu sein.

Ein prominenter Jurorenkreis wählte schließlich die besten Arbeiten aus. In der nun vorliegenden Anthologie sind die wichtigsten Beiträge des Wettbewerbs und der Preisverleihung zusammengefasst, darunter die Beiträge der drei Preisträger sowie acht weitere bemerkenswerte Wettbewerbstexte.

Johann-Friedrich Huffmann (Hrsg.): Ich bin (k)ein Berliner/Brandenburger - Geschichten vom Leben und Ankommen"; aus der Reihe Anthologien. 208 Seiten, Taschenbuch (Paperback) EUR 10,00 • ISBN 978-3-8280-2977-4.

ACHTUNG REDAKTIONEN:
Kostenlose Rezensionsexemplare stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.



23. Juni 2011

„Evas Freund“ gewinnt den Zeitzeugenpreis 2011

Überraschung beim Schreibwettberb: Drei Beiträge aus Berlin setzen sich durch – aber viele lobende Erwähnungen für Brandenburger Autoren

Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder die Beiträge von Autoren aus Brandenburg beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg überzeugen konnten, ist es in diesem Jahr ganz anders. Erstmals belegen die drei vordersten Plätze im Schreibwettbewerb Einsendungen von Autorinnen und Autoren aus Berlin – trotz der erneut hohen und inhaltlich interessanten Beteiligung aus Brandenburg. Den Sieg trägt die Autorin Krystyna Reemer davon, die unter dem Pseudonym Krysia Sar schreibt. Ihre Geschichte handelt von der Begegnung mit Eva und ihrem Freund, dem jüdischen Migranten Leonard.

Berlins Kultur-Staatssekretär, Dr. André Schmitz, würdigte in seiner Festrede den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg als eine kulturelle Institution in der Region, die ihm sowohl in seiner beruflichen Funktion als auch persönlich besonders am Herzen liege. Der Wettbewerb trage dazu bei, sagte Schmitz, dass die so wichtige Erinnerung an gelebte Geschichte bewahrt würde. Dieses Engagement müsse man auch künftig unterstützen.

Der Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann, Initiator des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg, freute sich über das zunehmende Interesse jüngerer Generationen an dem Schreibwettbewerb. Der Leitspruch, „Zukunft braucht Wurzeln“, mache deutlich, dass ohne den bewussten Umgang mit der Vergangenheit Zukunft nicht erfolgreich gestaltet werden könne.

In den auf die Preisverleihung folgenden Lesungen stellten die drei Preisträger Auszüge aus ihren Beiträgen vor.

Im Mittelpunkt des Siegerbeitrages von Krysia Sar steht Leonard, der vor dem Antisemitismus in Moskau geflohen war und sich vor langer Zeit in West-Berlin ein kleines Unternehmen aufgebaut hatte, in dem Eva arbeitet. Leonard ist „eine russische Seele im Exil“ schreibt Krysia Sar; geflüchtet nach West-Berlin: Wie sehr er an seiner Wahlheimat hängt, wird beim Marokko-Urlaub mit Eva deutlich, den Leonard vor lauter Sehnsucht nach Berlin nicht genießen kann. „Überall auf der Welt ist es schön, aber am schönsten ist es zuhause.“ In Berlin? „Ja, irgendwie. Hier lebe ich, aber ich gehöre nicht dazu. Diese verdammte Sehnsucht nach dem dazugehören, die verfolgt doch einen Menschen sein Leben lang.“

Den zweiten Platz beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg belegt Klaus J. Rothbarth, einer der wenigen Autoren, die sich am Schreibwettbewerb beteiligt haben. Denn diesmal, auch das ist ungewöhnlich, haben doppelt so viele Frauen wie Männer Beiträge eingereicht.

Rothbarth schreibt über „Brückenbeziehungen“, die der West-Berliner bei seinen Begegnungen mit den Brandenburgern in Potsdam nach der Wende erlebt hat. Regelmäßig ging der kunstinteressierte Hauptstädter über die Glienicker Brücke, tauchte in die ostdeutsche Kunstszene ein und fand viele neue Freunde – von Malern über Kabarettisten bis zu Musikern. Es ist eine gefühlvolle Geschichte, in der Rothbarth auch seine Sehnsucht gesteht, Brandenburger sein zu wollen.

Den dritten Platz errang Astrid Schnipkoweit, die ursprünglich aus Nicaragua stammt. Sie nennt ihren Beitrag „ein kleines Protokoll einer Existenz in einer Stadt, die alles noch kleiner werden lässt“, und schreibt über Begegnungen wie der mit der Bäckersfrau, von der sie „ohne Vorwarnung mit dem Wetterbericht, Lokalnachrichten und anderen öffentlichen wie privaten Angelegenheiten“ überfallen wird. „Der effiziente deutsche Umgang mit der Zeit hat hier keine Bedeutung“, konstatiert die Autorin, die wegen ihres Studiums aus einer ostdeutschen Kleinstadt in den Kiez von Berlin-Moabit gezogen ist. Schnipkoweit fragt: „Wie viele Leute ziehen täglich nach Berlin um? Wie viel Hoffnung steckt in ihnen und wie viel Sehnsucht haben sie in ihren Kisten mitgebracht? Für wie viele ist das hier einen Neuanfang und für wie viele Endstation?“

Auf diese Fragen geben viele Beiträge beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2011 spannende Antworten. Sie werden in einer Anthologie nachzulesen sein, die Siegerbeiträge und andere Arbeiten umfasst, und die in Kürze erscheint.



19. Juni 2011

EINLADUNG zur Zeitzeugenpreis-Festveranstaltung

Präsentation der Gewinner des Schreibwettbewerbs am 22. Juni 2011 im Roten Rathaus mit Lesungen aus den Siegerbeiträgen

In drei Tagen ist es soweit: Dann werden die Gewinner vom Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2011 bekanntgegeben. Am 22. Juni 2011 findet im Roten Rathaus von Berlin um 19.30 Uhr die Festveranstaltung mit der Preisverleihung und den Lesungen aus den Siegerbeiträgen statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

In diesem Jahr stand die Frage nach einem Bekenntnis zur Region im Mittelpunkt des Wettbewerbs. „Ich bin (k)ein Berliner oder Brandenburger“ lautete das Motto, über das die Autorinnen und Autoren in ihren Beiträgen geschrieben haben. Dabei ging z.B. darum, zu erläutern, warum man gerne hier lebt und was dieses Leben ausmacht – oder aber auch belastet.

In vielen beachtenswerten Einsendungen wurde über zwischenmenschliche Begegnungen berichtet. Dabei spielten häufig auch interkulturelle Aspekte eine Rolle; häufiger in den Beiträgen aus Berlin als aus Brandenburg, was sicher auch der besonderen Lebensituation in der Großstadt zuzuschreiben ist. Gleichwohl überzeugten die meisten Arbeiten durch ihre literarische Qualität, wie bei der Preisverleihung zu hören sein wird.

Das Programm

Begrüßung
Rolf Schütte, Protokollchef des Landes Berlin
Dr. Johann-Friedrich Huffmann, Verleger und Initiator des Zeitzeugenpreises

Ansprache
André Schmitz, Staatssekretär für Kultur beim Senat von Berlin

Preisverleihung
mit den Laudationes und Übergabe der Bronze-Skulptur „Buch der Erinnerung“

Lesungen
der Autorinnen und Autoren aus ihrer Siegerbeiträgen

Empfang

Die Jury:
Thessi Aselmeier, Zeitzeugenbörse; Manfred Füger, Protokollchef des Landes Brandenburg; Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance; Kathrin Kowarsch, Frieling-Verlag; Henry Lohmar, Märkische Allgemeine Zeitung; Dr. Andreas Ludwig, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR; Rolf Schütte, Protokollchef der Senatskanzlei beim Regerienden Bürgermeister von Berlin; Dr. Martina Weinland, Stiftung Stadtmuseum Berlin; Dr. Martina Weyrauch, Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung; Ulli Zelle, rbb.



15. Juni 2011

Ankommen und Hiersein - was Menschen bewegt

Die besten Einsendungen beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg werden am 22. Juni 2011 im Roten Rathaus vorgestellt und prämiert

Wie ist es, wenn Menschen ankommen; hier in Berlin und Brandenburg? Fühlen sie sich dann gleich angenommen, entwickeln sie sofort Heimatgefühle? Wie verbunden sind sie mit dieser Region? In den Beiträgen zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg kann in Kürze nachgelesen werden, wie sich die Berliner und Brandenburger fühlen – als Einheimische oder Zugereiste.

Die Jury des Schreibwettbewerbs hat aus einer Fülle an Einsendungen, die sich mit dem Thema „Ich bin (k)ein Berliner/Brandenburger beschäftigen, die interessantesten ausgewählt. In einer Woche, am 22. Juni 2011, werden die Beiträge prämiert. Dann findet im Roten Rathaus von Berlin die Preisverleihung des diesjährigen Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg 2011 statt, für den der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck die Schirmherrschaft übernommen haben.

Zu den Einsendungen, die ganz vorn im Ranking liegen, gehören Beiträge, in denen spannende interkulturelle Begegnungen beschrieben werden – und zwar sowohl zwischen verschiedenen Nationalitäten als auch zwischen den Menschen in Ost und West. Damit wird wieder einmal deutlich, dass selbst mehr als zwanzig Jahre nach dem Mauerfall die Auseinandersetzung der Menschen mit ihrer jüngsten Geschichte andauert.

Die Jury zeigte sich von der Qualität der Texte „sehr beeindruckt“ und lobte „die unterschiedliche Herangehensweise der Teilnehmer“. Der Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann, Initiator des Schreibwettbewerbs, betonte die „Authentizität und Emotionalität der Beiträge, die berühren und den Leser an den persönlichen Erlebnissen unmittelbar teilhaben lassen“. Viele Arbeiten stünden in einem geschichtlichen Kontext, „was sie schon deshalb als Zeitzeugnisse qualifiziert“.

In der Jury vom Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2011 wirkten Manfred Füger und Rolf Schütte, die Protokollchefs der Landesregierungen mit, ferner Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse, Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance, Kathrin Kowarsch vom Frieling-Verlag, Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Dr. Martina Weinland von der Stiftung Stadtmuseum Berlin und Dr. Martina Weyrauch von der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung sowie die Journalisten Henry Lohmar (Märkische Allgemeine Zeitung) und Ulli Zelle (rbb).

Die Preisverleihung am 22. Juni 2011 um 19.30 Uhr im Großen Saal des Roten Rathauses in Berlin-Mitte ist eine öffentliche Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Die mit der Skulptur „Buch der Erinnerung“ des Metallkünstlers Achim Kühn sowie mit Gutscheinen für die Publizierung prämierten Arbeiten werden zusammen mit weiteren herausragenden Beiträgen einige Wochen nach der Preisverleihung in einer Anthologie veröffentlicht.



10. März 2011

Geschichten vom Leben in Berlin und Brandenburg

Großer Zuspruch beim Zeitzeugenpreis: Der Schreibwettbewerb vermittelt Einblicke in sehr persönliche Erlebnisse und Erfahrungen

Was ist das besondere daran, ein Berliner oder Brandenburger zu sein? Was macht das Leben hier so interessant? Und was wird mitunter kritisiert? Diese und viele weitere Fragen haben mehr als hundert Autorinnen und Autoren in ihren Beiträgen beantwortet, die beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg eingereicht wurden. Die Artikel des Schreibwettbewerbs sind damit auch Dokumente zur Lebensqualität und des Wandels in der Region.

In vielen Einsendungen geht es um Lebensgeschichten: die Kindheit im großen Berlin oder in den kleinen Dörfern Brandenburgs, die Historien von Familien oder die Schicksale zwischen Ost und West. So wurde z.B. über Erlebnisse während einer S-Bahn-Fahrt geschrieben, auf der Transitstrecke zwischen West-Berlin und dem Bundesgebiet oder vom Umzug von Jüterbog nach Ost-Berlin. Auch Zugezogene berichten über ihr Ankommen in der Region.

Die beiden Schirmherren des Zeitzeugenpreises, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck, dürfen gespannt sein: Derartige Einblicke in die An- und Einsichten ihrer Mitbürger haben sie sicher noch nie zu lesen bekommen. Und da sich sogar Autoren beteiligt haben, die jetzt in Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen leben, wird auch eine Sicht auf das Leben in der Region aus einer Distanz ermöglicht.

Mal schreibt ein Feuerwehrmann über seine Erfahrungen als Neu-Berliner, mal berichtet eine Sozialpädagogin vom Studentenleben in den sechziger Jahren und ein Lehrer beleuchtet die Kunstszene in Berlin. Alle eingereichten Beiträge künden von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Auch unter historischen Aspekten sind sie wertvoll, weil sie häufig in geschichtlichen Kontexten stehen.

„Beim Schreibwettbewerb geht es vor allem darum, dass sich Menschen mit ihrer Lebensgeschichte auseinandersetzen. Sie schaffen damit viele unterschiedliche Beiträge zum Kulturgut“, sagt Dr. Johann-Friedrich Huffmann (Frieling-Verlag Berlin), der den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2005 ins Leben gerufen hat.

Am 22. Juni 2011 werden während einer Preisverleihung im Roten Rathaus von Berlin die Gewinner vom Zeitzeugenpreis verkündet. Sie werden dann ihre Beiträge erstmals einem großen Publikum vorstellen. Und nach dem Festakt werden diese Beiträge zusammen mit anderen interessanten Arbeiten in einer Anthologie veröffentlicht. So können dann alle Berliner und Brandenburger nachlesen, was das Leben in der Region so einzigartig macht.



1. Februar 2011

Sind Sie gerne ein Berliner oder Brandenburger?

Der Zeitzeugenpreis sucht Menschen, die über ihr Leben in der Region berichten - "Landesväter" unterstützen den Schreibwettbewerb

Was ist das Besondere daran, sich als Berliner oder Brandenburger zu fühlen? Diese Frage will der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg ergründen. Bereits zum sechsten Mal startet der Schreibwettbewerb, für den Menschen aus der Region aufgerufen werden, über ihre Lebenserfahrungen zu berichten. Diesmal unter dem Motto „Ich bin (k)ein Berliner/Brandenburger“ und unter der Schirmherrschaft der beiden „Landesväter“, des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, und des Ministerpräsidenten von Brandenburg, Matthias Platzeck.

Kaum eine andere Region in Deutschland zieht so viele Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen an, wie Berlin-Brandenburg. Und jeder, egal ob hier geboren und aufgewachsen oder zugezogen, hat unterschiedliche Erwartungen, Hoffnungen und Bedürfnisse. Darüber zu berichten, wie die Erlebnisse und Erfahrungen die Menschen individuell prägen und Einfluss auf die Einstellungen zum Leben in der Region nehmen, ist die Aufgabe beim Schreibwettbewerb, zu dem jetzt wieder die Berliner und Brandenburger eingeladen sind.

Eine Jury mit Repräsentanten aus Politik, Wissenschaft und Medien wird die eingereichten Beiträge bewerten. Am Ende gibt es am 22. Juni 2011 eine Preisverleihung im Roten Rathaus von Berlin, wo die besten Arbeiten gekürt werden. Diese und eine weitere Auswahl an Beiträgen werden später in einer Anthologie veröffentlicht. Einsendeschluss ist der 4. April 2011.

Der Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann (Frieling-Verlag Berlin), der den Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg 2005 ins Leben gerufen hat, ist davon überzeugt, dass sich der Wettbewerb mit dem aktuellen Thema „Ich bin (k)ein Berliner/Brandenburger“ noch mehr als bisher generationenübergreifend etablieren wird: „Wir wollen Menschen jeden Alters sowie jeglicher Herkunft und Bildung motivieren, sich zu beteiligen. Denn beim Zeitzeugenpreis geht es nicht um die beste literarische Arbeit, sondern um erlebte Geschichten, die interessant geschildert werden.“

Kein Teilnehmer müsse sich zum Schriftsteller berufen fühlen, um mitzumachen, betont Huffmann. „Ob Urberliner mit familiären Wurzeln in Schlesien, italienischer Gastwirt, Beamter aus dem Rheinland oder Austauschstudent, ob Neu- oder Altbürger mit Ost- oder West-Biografie, ob zuhause im Havelland oder Spreewald, in Hohenschönhausen oder Spandau – entscheidend ist, dass der Beitrag authentische Erlebnisse in Berlin und Brandenburg widerspiegelt, und dass deutlich wird, wie sich der Autor vom Leben in der Region beeinflusst fühlt.“

Weitere Informationen zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg finden Sie im Internet unter www.zeitzeugenpreis.de. – Ein Info-Flyer kann kostenlos angefordert werden beim Frieling-Verlag Berlin, Rheinstraße 46, 12161 Berlin. Oder telefonisch unter (030) 766 9990.



11. Juli 2010

Engagement mit Herz und Verstand

Anthologie zum Zeitzeugenpreis präsentiert die besten Beiträge

Den „Helden des Alltags" ist die Anthologie gewidmet, in der jetzt die besten Beiträge vom Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg zusammengefasst wurden. Auf mehr als 200 Seiten hat der Verleger und Initiator des Schreibwettbewerbs, Dr. Johann-Friedrich Huffmann, zehn herausragende Arbeiten zusammengestellt. Sie zeugen vom Engagement, mit dem sich Menschen für das Gemeinwohl einsetzen - ohne dafür besondere Anerkennung zu erwarten.

Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg, der im April verliehen wurde, hatte dieses ehrenamtliche Engagement in der Region ein wenig mehr in den Blickwinkel der Öffentlichkeit gerückt. Eine Jury kürte vier Preisträger und würdigte die Arbeiten weiterer Autoren. Bei allen standen die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen mit ihrer freiwilligen Tätigkeit im Mittelpunkt. Diese Beiträge können jetzt in der Anthologie nachgelesen werden.

Da berichtet die Siegerin des Wettbewerbs, Monika Restetzki, von ihren Begegnungen mit einer alten Dame im Seniorenheim und Hannelore Kleinschmid über ihre Arbeit bei der Telefonseelsorge. Irmela Mensah-Schramm erzählt von ihrem Engagement gegen rassistische Hetze, während der Arzt Dr. med. Rolf-Jürgen Kühnelt darüber schreibt, wie er sich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzt. Auch die weiteren Artikel in der Anthologie befassen sich mit dem Engagement für junge Menschen, mit der politischen Vergangenheitsbewältigung, der Überwindung kultureller Grenzen oder der Freude, die ein Ehrenamt mit sich bringen kann.

In ihrer Festrede zur Preisverleihung hatte die Schauspielerin Brigitte Grothum, die sich als ehrenamtliche Schirmherrin des Hospizdienst Christopherus engagiert, die Beiträge und die dahinter stehende Arbeit bereits als „unverzichtbar" gelobt; „... in einer Zeit, in der die Ellenbogengesellschaft triumphiert ..., in der die Begriffe „Liebe" und „Familie" immer mehr an Bedeutung verlieren...". Die Anthologie sorgt nun dafür, dass diese Beiträge nicht in Vergessenheit geraten, und dass sie als Beispiele gesellschaftlichen Engagements auch ein wenig eine Vorbildfunktion einnehmen.

Denn auch im Hinblick auf das Ehrenamt hat das Motto vom Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg Gültigkeit: „Zukunft braucht Wurzeln" bedeutet hier, dass die Beiträge über das gesellschaftliche Engagement Einzelner Vorbild für viele Menschen sein können.

Johann-Friedrich Huffmann (Herausgeber): „Engagement mit Herz und Verstand - Helden des Alltags in Berlin und Brandenburg" (die Anthologie zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg); 214 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-8280-2857-9. EUR 10,00.

ACHTUNG REDAKTIONEN:
Kostenlose Rezensionsexemplare stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.



14. April 2010

Ein "Freitagsverhältnis" gewinnt den Zeitzeugenpreis

Drei Berliner und eine Brandenburgerin beim Schreibwettbewerb erfolgreich

Fast 24 000 Frauen leben in Berlin, die älter als neunzig Jahre sind. Die Erlebnisse mit einer dieser Frauen haben Monika Restetzki den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg beschert. Ihr Bericht über die Begegnungen mit der alten Dame, die von ihr freitags im Rollstuhl spazieren gefahren wird, haben die Jury des Schreibwettbewerbs überzeugt: Der erste Preis und die Skulptur „Buch der Erinnerung" gehen in diesem Jahr an Monika Restetzki.

Sie war wie viele andere Berliner und Brandenburger aufgerufen, zum Thema „Ehrenamt" über ihre Erfahrungen zu berichten. „So ist ein Kaleidoskop des bürgerschaftlichen Engagements in unserer Gesellschaft entstanden", freut sich der Initiator der Wettbewerbs, der Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann.

Neben der Lohnbuchhalterin Monika Restetzki aus Berlin hat die Autorin und Redakteurin Hannelore Kleinschmid aus Oberkrämer im Landkreis Oberhavel den 2. Platz belegt. Sie berichtet von ihrer Arbeit bei der Telefonseelsorge. Den dritten Platz beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg teilen sich die als politische Aktivistin gegen rassistische Schmierereien bekannte Erzieherin Irmela Mensah-Schramm und der Kinderarzt Dr. Rolf-Jürgen Kühnelt, der sich gegen Kinderarmut engagiert. Beide Preisträger kommen aus Berlin.

In ihrem Siegerbeitrag „Mein Freitagsverhältnis" beschreibt Monika Restetzki wie sich mit der alten Dame aus dem Seniorenheim eine besondere Freundschaft entwickelt. Die Frauen erzählen einander ihre Lebensgeschichten und entdecken gemeinsam den kleinen Kosmos rund um das Seniorenheim. „So wird ohne Pathos Einblick in eine unspektakuläre Form des ehrenamtlichen Engagements gewährt, wie sie vermutlich tausendfach überall in Deutschland anzutreffen ist", vermutet Dr. Huffmann. „Ohne diese Menschen, die im Stillen ihren freiwilligen Dienst am Mitmenschen leisten, würde unser Gemeinwesen nicht funktionieren."

Diese Auffassung wurde auch von Brigitte Grothum in ihrer Festansprache zur Preisverleihung vertreten: „Das Ehrenamt war nie so unverzichtbar wie heute", betonte die Schauspielerin und Intendantin der „Jedermann"-Festspiele in Berlin. „In diesem Jahr, in dem so viel über die Alterspyramide, Sozialfürsorge, Hartz IV und immer wieder über Kranken- und Pflegeversicherung diskutiert wird, finde ich das Thema Ehrenamt gut gewählt." Weil der Staat nicht überall wirksam helfen könne, brauche unsere Gesellschaft das gemeinnützige Engagement Einzelner.

Auch Brigitte Grothum ist ehrenamtlich tätig. Sie engagiert sich im Hospizdienst Christopherus, der schwer kranke Menschen und Sterbende begleitet. Den Menschen, die anderen in den letzten Stunden ihres Lebens die Hand reichen, müsse wie den vielen anderen freiwilligen Helfern, die sich in ihrer Freizeit und von der Öffentlichkeit fast unbemerkt engagieren, mehr Aufmerksamkeit zuteil werden, forderte Grothum. „Meine Hochachtung vor diesen Frauen und Männern war und ist grenzenlos."


11. April 2010

EINLADUNG: Siegerehrung beim Zeitzeugenpreis

Festveranstaltung am 14. April 2010 im Roten Rathaus von Berlin

Das ehrenamtliche Engagement und der Einsatz für unsere Gesellschaft stehen im Mittelpunkt der Festveranstaltung vom Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg. Am kommenden Mittwoch, 14. April 2010, findet um 19.30 Uhr im Roten Rathaus von Berlin die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs statt.

Die Teilnehmer haben sich unter dem Motto „Zukunft braucht Wurzeln" in den eingereichten Arbeiten auf vielfältige Weise über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem gesellschaftlichen Engagement, sozialen und ehrenamtlichen Tätigkeiten auseinandergesetzt. In der Festveranstaltung werden die von einer Jury ausgewählten Arbeiten vorgestellt und deren Verfasser geehrt.

Das Programm

Begrüßung:
Rolf Schütte, Protokollchef des Landes Berlin, Dr. Johann-Friedrich Huffmann, Verleger, Frieling-Verlag

Festrede:
Brigitte Grothum, Schauspielerin, Intendantin der „Jedermann"- Festspiele im Berliner Dom, Schirmherrin des Hospizdienstes Christopherus

Zur Juryarbeit:
Dr. Martina Weinland, Stiftung Stadtmuseum Berlin

Preisverleihung mit den Laudationes und der Übergabe der Skulptur „Buch der Erinnerung" des Metallkünstlers Achim Kühn

Kurzlesungen:
Die Preisträger

Empfang

Die Jury:
Rolf Schütte (Protokollchef in der Senatskanzlei beim Regierenden Bürgermeister von Berlin), Dr. Martina Weinland (Stiftung Stadtmuseum Berlin), Dr. Andreas Ludwig (Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR), Dr. Helmut Trotnow (AlliiertenMuseum), Thessi Aselmeier (ZeitZeugenBörse Berlin), Dr. Martina Weyrauch (Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung), Dr. Martin Salm (Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft), Ulli Zelle (Rundfunk Berlin-Brandenburg), Kathrin Kowarsch (Frieling-Verlag Berlin).

Die Veranstaltung im Großen Saal des Berliner Rathauses, Rathausstraße 15, 10178 Berlin (Mitte), erfolgt mit Unterstützung der Berliner Senatskanzlei.


25. März 2010

Brigitte Grothum beim Zeitzeugenpreis

Die Schauspielerin spricht zur Preisverleihung des Schreibwettbewerbs

Sie ist bekannt als eine der „Drei Damen vom Grill" oder als „Seltsame Gräfin": Die Berliner Schauspielerin Brigitte Grothum hat in vielen Fernsehserien und Kinofilmen gespielt, internationalen Stars als deutsche Synchronstimme zum Erfolg verholfen, sie ist Regisseurin, Intendantin der Jedermann-Festspiele im Berliner Dom und auch Buchautorin („Mein Jedermann"). Am 14. April 2010 wird sie den Gewinnern beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg gratulieren und in einer Festrede über das Thema des Schreibwettbewerbs aus sehr persönlicher Sicht sprechen: über das Ehrenamt.

Brigitte Grothum engagiert sich neben ihrem Beruf seit Jahren ehrenamtlich für den Hospizdienst Christopherus, der schwer kranke Menschen und Sterbende begleitet, ihnen durch die Vermittlung von Ärzten und Pflegediensten hilft oder auch Rat in sozialen und ethischen Fragen bietet. Als Schirmherrin des Vereins kann Brigitte Grothum viel über die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements in unserer Gesellschaft sagen.

Damit stellt sie sich in der Feier zur Verleihung des Zeitzeugenpreises an die Seite der vielen Autorinnen und Autoren, die zum gleichen Thema facettenreiche Beiträge eingereicht haben. Dr. Johann-Friedrich Huffmann, der Initiator des Wettbewerbs und Verleger des Frieling-Verlags, ist von den Arbeiten sehr angetan: „Ich bin beeindruckt, wie tief greifend das gesellschaftliche Engagement in unserer Zeit behandelt wurde. Die Beiträge sind mehr als sehr persönliche Erfahrungsberichte. Sie sind Plädoyers für mehr persönlichen Mut und Einsatz für mehr Menschlichkeit im Umgang miteinander."

So wie der Verleger waren auch die Juroren des Wettbewerbs beeindruckt von den Beiträgen, die Menschen mit sehr unterschiedlichen Biografien geschrieben hatten. Hausfrauen und Sekretärinnen waren ebenso unter den Teilnehmern wie Journalisten und Künstler, Wissenschaftler und Ingenieure, Mediziner und Kaufleute. Für alle war der Aufruf des Wettbewerbs, „Schreiben Sie über Ihr Engagement!", Anspruch und Ansporn, von den persönlichen Erlebnissen zu berichten, um diese sowohl für die Nachwelt zu erhalten als auch um damit in der Gegenwart Denkanstöße geben zu können. „Was heute Gegenwart ist, wird morgen Vergangenheit sein. Daraus zu lernen, ist eines der Ziele vom Zeitzeugenpreis, dem wir das Motto „Zukunft braucht Wurzeln" gegeben haben", beschreibt der Verleger seine Vision vom Schreibwettbewerb.

Ein solches Ziel verfolgt auch Brigitte Grothum, wenn sie am 14. April im Roten Rathaus von Berlin zu den Preisträgern und Gästen spricht: Als Vorbild einen Anstoß zu geben, selbst aktiv zu werden, das ist es, wozu die Schauspielerin Mut machen möchte. Ein Ziel, das sie mit vielen der Autorinnen und Autoren vom Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg teilt.




24. Januar 2010

Das "Ehrenamt" begeistert beim Zeitzeugenpreis

Schreibwettbewerb in Berlin-Brandenburg mit großer Themenvielfalt

Das neue Thema beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg hat viele Autorinnen und Autoren motiviert, sich an dem Schreibwettbewerb zu beteiligen. Sie waren aufgerufen, über ihre persönlichen Erlebnisse zum Thema „ehrenamtliches Engagement" zu berichten. Das Spektrum der einsandten Arbeiten reicht von der Mitarbeit in Bürgerinitiativen und anderen politischen Gruppierungen, über die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Senioren, bis zur Hilfe für Aidskranke oder dem Einsatz bei gemeinnützigen Institutionen wie der Telefonseelsorge.

„Die Beiträge sind ein Spiegelbild des ehrenamtlichen Engagements in Berlin und Brandenburg", freut sich Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann, der Initiator des Zeitzeugenpreises, der bereits zum fünften Mal ausgeschrieben wurde. „Wir sind damit einen Schritt weiter, um zu dokumentieren, wie vielfältig sich die Menschen in unserer Gesellschaft für andere engagieren. Als nächstes wird eine Jury die Arbeiten auswerten und die besten Beiträge prämieren."

Viele der Themen bieten Einblicke in Lebensbereiche, über die eher selten in der Öffentlichkeit zu lesen ist. Umso wichtiger ist deren schriftliche Dokumentation. Die facettenreichen Beiträge berichten über die Pflege eines behinderten Kindes, das Engagement für die Völkerverständigung, den Jugendsport oder den Klima- und Naturschutz, vom unermüdlichen Entfernen von Nazi-Symbolen im öffentlichen Raum, der ehrenamtlichen Arbeit mit einem Orchester oder über die freudebringenden Besuche im Seniorenheim.

Auch die unterschiedlichen Sichtweisen auf die ehrenamtlichen Tätigkeiten versprechen interessante Aspekte im Schreibwettbewerb. So gibt es Beiträge, für die z.B. die Arbeit eines ehrenamtlichen Helfers beobachtet wurde oder in denen die selbstkritische Auseinandersetzung mit der eigenen Einstellung zu einer ehrenamtlichen Tätigkeit behandelt wird.

An der Vielschichtigkeit der biografischen Hintergründe der Teilnehmer zeigt sich, dass der Zeitzeugenpreis ein Schreibwettbewerb für viele Bevölkerungsschichten ist. Unter den Teilnehmern sind Wissenschaftler und Ingenieure, Mediziner und Kaufleute, Künstler und Journalisten, Hausfrauen und Sekretärinnen. Sie haben den Slogan des Wettbewerbs, „Zukunft braucht Wurzeln", für sich und ihre Arbeit angenommen, indem sie über interessante Lebensabschnitte berichten und mit diesen Beiträgen ein Stück Gesellschaftsgeschichte bewahren.

„Wir schauen jetzt gespannt auf die Arbeit der Jury, die aus den eingereichten Beiträgen die interessantesten auswählen wird", beschreibt Dr. Huffmann das weitere Procedere. Nach der Preisverleihung im Roten Rathaus Anfang April werden die Siegerbeiträge sowie weitere herausragende Arbeiten wieder in einer Anthologie veröffentlicht.



3. Dezember 2009

Zum Tag des Ehrenamtes

Einsendeschluss beim Zeitzeugenpreis verlängert

Arbeiten können noch bis zum 15. Januar 2010 eingereicht werden

Nächstenliebe und ehrenamtliches Engagement stehen in unserer Gesellschaft gerade zur Weihnachtszeit immer wieder besonders hoch im Kurs. Viele Menschen engagieren sich jedoch das ganze Jahr für andere. Ihnen ist der Internationale Tag des Ehrenamtes gewidmet, der weltweit am 5. Dezember begangen wird. „Wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass den Einsendeschluss beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg zu verlängern", hat der Initiator des Schreibwettbewerbs, Dr. Johann-Friedrich Huffmann, beschlossen.

Unter dem Motto „Zukunft braucht Wurzeln" sind Bürger aus Berlin und Brandenburg aufgerufen, über ihre sozialen und ehrenamtlichen Aktivitäten zu berichten. „Uns geht es darum, Menschen zu motivieren, sich über ihr Leben in unserer Gesellschaft Gedanken zu machen und zu reflektieren, wie sie sich bisher für die Gemeinschaft engagiert haben", erläutert Dr. Huffmann Das kann der Bericht über ein Ehrenamt sein, es können aber auch Beiträge über Nachbarschaftshilfe und die vielen anderen, kleinen alltäglichen Hilfeleistungen sein, über die meistens gar nicht groß nachdacht wird.

Natürlich kann man sich am Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg, auch beteiligen, wenn man nicht ehrenamtlich tätig ist, sondern vielleicht von dem Engagement anderer Menschen profitiert hat. „Darüber zu schreiben, wäre eine besondere Form, um „Danke" zu sagen", betont Dr. Huffmann. Auch können karitative Institutionen, kirchliche oder Bürgerinitiativen Beiträge einsenden, in denen sie die Arbeit ihrer ehrenamtlichen Helfer würdigen.

Eine Jury wählt dann die besten Artikel aus, die im Mai 2010 im Roten Rathaus von Berlin prämiert werden sollen. Diese Beiträge veröffentlicht der Frieling-Verlag zusammen mit weiteren Arbeiten in Buchform.

Den Teilnehmern steht es völlig frei, ihr Erlebnis und damit auch den Zeitpunkt des Ereignisses zu wählen, über das sie schreiben. Es können also ganz frische, gerade erst gemachte Erfahrungen sein, über die berichtet wird, oder auch schon lange zurückliegende Begebenheiten, an die man sich gerne erinnert. Entscheidend ist die Authentizität der Beiträge.

„Der Wettbewerb soll einen Einblick in die Vielfalt der ehrenamtlichen Aktivitäten und des gesellschaftlichen Engagements vermitteln, die es in Berlin und Brandenburg gibt", wünscht sich Dr. Huffmann. Er glaubt, dass „viele Aktivitäten im Verborgenen gedeihen". Darum möchte er dem Zeitzeugenpreis dazu beitragen, einige davon ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.




4. November 2009

Endrunde beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg

Schreiben über Visionen und praktische Hilfe

In drei Wochen, am 30. November 2009, ist Einsendeschluss beim fünften Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg. Bei dem Schreibwettbewerb sollen unter dem Motto „Zukunft braucht Wurzeln" Beiträge eingereicht werden, in denen über gesellschaftliches Engagement, soziale und ehrenamtliche Tätigkeiten berichtet wird. Wichtig ist, dass die Autoren aus eigenem Erleben berichten können, dass ihre Arbeiten authentisch sind.

„Jeder kann sich beteiligen", sagt Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Der Verleger und Initiator des Wettbewerbs betont, dass es diesmal bewusst keine zeitliche Eingrenzung des Themas gibt, um den Wettbewerb für alle Generation zu öffnen: „Wir wünschen uns eine Beteiligung vom Schüler bis zum Erwachsenen. Jugendliche könnten über ihr Engagement im Sportverein oder die Erlebnisse bei einem sozialen Projekt der Schule berichten; die Erwachsenen über ihre Arbeit in der Kirche, einer Bürgerinitiative oder caritativen Einrichtung." Sogar dann, wenn sich die Idee für ein gesellschaftliches Projekt nicht verwirklichen ließ, kann der Bericht darüber von Interesse sein.

Wer sich mit einem Beitrag am Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg beteiligen möchte, muss nicht in der Region wohnen. Die Geschichte jedoch, über die berichtet wird, muss sich hier ereignet haben. Verleger Dr. Huffmann: „Wer an gesellschaftliches Engagement denkt, denkt immer gleich an soziale Projekte; etwa in der Betreuung von Senioren oder Migranten. Das sind interessante Themen. Aber die Palette ist noch viel breiter. Allein die Fülle an sportlichen Großereignissen in Berlin wäre gar nicht realisierbar ohne ehrenamtliche Helfer. Und manches Dorf in Brandenburg hätte ohne ehrenamtlichen Bürgermeister schon lange seine Eigenständigkeit verloren."

Nicht der Umfang der eingereichten Arbeiten entscheidet. Auch wird nicht das beste literarische Werk gesucht. Wer seine Geschichte auf fünf bis maximal 25 Textseiten interessant darstellt, hat gute Chancen, zu den Preisträgern zu gehören. Und darauf, dass sein Beitrag in einer Anthologie veröffentlicht wird. 

Nach dem Einsendeschluss am 30. November 2009 befasst sich eine Jury mit den Beiträgen und kürt die Preisträger. Die Preisverleihung findet im nächsten Frühjahr im Roten Rathaus von Berlin statt.


21. September 2009

Beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg stehen Erinnerungen an das gesellschaftliche Engagement im Mittelpunkt

Schreibwettbewerb über das Ehrenamt

Zukunft braucht Wurzeln – unter diesem Motto startet der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg seinen Schreibwettbewerb der Saison 2009/2010. Diesmal ist das Thema weit gefasst: Es geht um soziale und ehrenamtliche Aktivitäten – um Erinnerungen an das vielseitige gesellschaftliche Engagement.

Aufgerufen sind erneut Menschen aus Berlin und Brandenburg. Sie können zum Beispiel darüber berichten, wie sie sich in der Jugendarbeit oder für alte Menschen eingesetzt haben, wie sie für Verständigung zwischen Bevölkerungsgruppen gesorgt oder nachbarschaftliche Hilfe organisiert haben. Es können Berichte über die gemeinnützige Arbeit eines Einzelnen eingereicht werden oder Beiträge über Aktivitäten in caritativen Gruppen. Und auch wer selbst nicht ehrenamtlich tätig war, aber vielleicht die Hilfe anderer erfahren hat, kann darüber berichten.

Entscheidend ist auch bei dieser nunmehr bereits fünften Auflage des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg, dass nur über Erlebnisse aus dem eigenen Leben berichtet wird. Authentizität ist daher wieder oberstes Gebot beim Schreibwettbewerb.

Am 30. November 2009 ist Einsendeschluss. Die Preisverleihung findet im kommenden Frühjahr im Roten Rathaus von Berlin statt.

Initiator des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg ist der Verleger vom Frieling-Verlag, Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Er will „der öffentlichen Erinnerungskultur neue Impulse geben“. „Dabei geht es uns nicht um das beste literarische Werk“, betont Dr. Huffmann. „Wir wollen die Erkenntnis von immer mehr Menschen unterstützen, dass die Erinnerung an unsere Wurzeln die Basis ist für ein verantwortungsvolles Leben in der Zukunft.“




12. Juli 2009

Anthologie zum Zeitzeugenpreis erschienen:

Die eindrucksvollsten Erinnerungen an den Mauerfall

Ein Dutzend der besten Arbeiten des Zeitzeugenpreises 2009 sind jetzt in Buchform erschienen: „Das Jahr, in dem die Mauer fiel“ heißt die Anthologie zum Schreibwettbewerb, bei dem im Frühjahr die Preisträger geehrt wurden.

Es sind alles Arbeiten voller Authentizität – Beiträge, die aus dem persönlichen Erleben ihrer Autorinnen und Autoren berichten, wie sie das Jahr der Wende und insbesondere den Mauerfall erlebt haben. Natürlich wird von der Freude über die neue Freiheit berichtet, über die behutsame oder überschwängliche Annäherung in lang getrennten Verwandten- und Freundeskreisen, oder über die vorsichtigen Fragen nach einer ungewissen Zukunft und auch über das individuelle Versagen und Scheitern nach dem Mauerfall.

Das besondere an allen Arbeiten: Es sind Beiträge, die ganz nahe an den historischen Ereignissen sind, diese aber immer aus sehr persönlicher Sichtweise reflektieren. Immer erfährt der Leser unmittelbar und mitunter in sehr direkten Worten, was der Wandel neben den realen Ereignissen auch in den Köpfen und Herzen der Menschen bewegt hat.

Wenn ein ehemaliger Offizier der Ost-Armee berichtet, wie er bei seinen slowakischen „Waffenbrüdern“ die Wende erlebt hat, dann wird der Leser mit keiner Rechtfertigung sondern mit einer sehr persönlichen und kritischen Selbstbetrachtung eines langen Lebens konfrontiert. Und auch der Westberliner Wissenschaftlicher, der über die „Mauer in den Köpfen“ reflektiert, oder die junge Frau, der als 14jährige Schülerin die Cousine aus dem anderen Deutschland so fremd war, gewähren Einblicke in sehr private Erfahrungen. So wird der Leser mit einfachen, lebensnahen Geschichten stärker berührt als von manch umfangreichem Buch, das die großen historischen Dimensionen der Weltpolitik umreißt.

Dr. Johann-Friedrich Huffmann, Initiator des Wettbewerbs und Herausgeber im Frieling-Verlag, hat für die Anthologie zum Zeitzeugenpreis die von der Jury ausgewählten Beiträge zusammengestellt. Außerdem berichtet er ausführlich über die Preisverleihung im Berliner Rathaus und insbesondere über die Würdigung der Teilnehmer. Jurymitglied Edzard Reuter, der Ehrenbürger Berlins, hatte es so formuliert: „Diese Arbeiten liefern einen eindrucksvollen Beleg dafür, dass unsere demokratische Gesellschaftsordnung nicht auf dem Papier steht, sondern … im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger dieses Landes quicklebendig ist.“

So ist das Buch „Das Jahr, in dem die Mauer fiel“ mehr als eine Dokumentation oder eine Zusammenstellung von Texten. Es ist gerade jetzt ein hoch aktuelles Zeitdokument, das die Sichtweise von einem Dutzend Frauen und Männern auf die historischen Ereignisse aus der Distanz von zwanzig Jahren dokumentiert. Und es ist der Beweis dafür, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Geschichte nicht zu deren Verklärung führen muss, wenn man sich der authentischen Erlebnisse erinnert und sie nicht nur für sich selbst bewahrt, sondern anderen Menschen mitteilt. Oder wie es Edzard Reuter formulierte: „Sie haben uns mit wahrhaft eindrucksvollen Arbeiten beschenkt!“

Johann-Friedrich Huffmann (Hrsg.): Das Jahr, in dem die Mauer fiel (20 Jahre Mauerfall – Zeitzeugen erinnern sich), Anthologie zum Zeitzeugenpreis 2009; Frieling-Verlag Berlin, 240 Seiten, Taschenbuch/Paperback, 10,00 EUR; ISBN 978-3-8280-2750-3

 



31. März 2009

Drei Frauen gewinnen Zeitzeugenpreis

Kira von Moers aus Berlin siegt mit "50 Meter vor und 49 zurück"

Überraschung beim Zeitzeugenpreis: Drei Autorinnen belegen die ersten Plätze des Schreibwettbewerbs! Siegerin ist Kira von Moers, gefolgt von Monika Restetzki. Beide kommen aus Berlin. Auf dem dritten Rang: Hannelore Kleinschmid aus Oberkrämer im Landkreis Oberhavel/Brandenburg. Edzard Reuter, Sohn des legendären Berliner Bürgermeisters, überreichte der Siegerin die Bronzeskulptur „Buch der Erinnerung“ des Metallkünstlers Achim Kühn. Alle Gewinnerinnen erhalten zudem Gutscheine für die Publizierung weiterer Arbeiten. Ihre Siegerbeiträge werden zusammen mit anderen ausgewählten Einsendungen vom Frieling-Verlag in einer Anthologie veröffentlicht.

„20 Jahre Mauerfall“ stand als Themenvorgabe über dem Zeitzeugenpreis, der für Edzard Reuter ein bedeutsamer Beitrag zeitgemäßer Geschichtsarbeit ist. Er rät „der akademischen Wahrheitssuche dringend dazu, das subjektive Erleben so sehr ernst zu nehmen, wie es diese Arbeiten verdient haben. Richtig verstanden könnte es sich nämlich als durchaus ergiebiger herausstellen als manches noch so gewichtig daherkommende sogenannte „zeitgeschichtliche Dokument“.

An diesem Zeitzeugenpreis haben sich erstmals viele jüngere Autorinnen und Autoren beteiligt. Kira von Moers, die den ersten Platz belegt, ist erst 45 Jahre alt. In „50 Meter vor und 49 zurück“ beschreibt die Personalberaterin ihre Gefühle in den Tagen der Maueröffnung. Wie sie, ein Kind des Westens, sich anschickte, erst skeptisch, dann neugierig, den anderen Teil ihrer Heimat zu entdecken. Und deren Menschen: „Wir stritten, verstanden uns nicht, umarmten uns trotzdem… Mich haben Ost-Menschen gewendet, die heute nicht mehr so heißen“.

Im Beitrag der 59jährigen Lohnbuchhalterin Monika Restetzki geht es um die „Zeit zwischen „Hamm wa nich“ und Westpaket, Pioniertuch und Kinderkriegen, Mauerbau und Untergang der DDR“. In „Silberblatt“ vermittelt sie einen Einblick in den Alltag der Ostdeutschen, die sich nicht anpassen wollten und die sich doch arrangieren mussten; auch im vereinten Deutschland. Ihr Resümee: „Meine Kinder haben die Wendezeit mit Bravour gemeistert… Ich lebe seit vielen Jahren mit einem Niedersachsen zusammen. Glücklich ohne Ost-West-Konflikte“.

Ganz anders die Geschichte von Hannelore Kleinschmid. Die 66jährige Autorin beschreibt das tragische Scheitern der drei Ostdeutschen „Beata und Klara und Gustav“. Deren Kinder jedoch seien „angekommen in der schwierigen neuen Zeit, die das Leben von Klara und Gustav wie auch von Beata in einem Maße umbrochen hat, dass Menschen daran zerbrachen“.

Die prämierten Geschichten waren drei von mehr als hundert Beiträgen, die zum Thema „20 Jahre Mauerfall“ beim Zeitzeugenpreis eingereicht wurden. Für den Initiator des Wettbewerbs, den Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann, sind alle Arbeiten wichtige Zeitdokumente: „Ihre Authentizität vermittelt Geschichte besonders eindrucksvoll und hilft uns, daraus zu lernen“, sagte er auf der Festveranstaltung und regte die mehr als 250 Gäste an, eigene Gedanken zum Thema „Zukunft braucht Wurzeln“ in einem ausgelegten Gästebuch zu notieren.

 


30. März 2009

Einladung zur Festveranstaltung "20 Jahre Mauerfall"

Beim Zeitzeugenpreis werden am 31. März 2009 die Sieger geehrt 

Der letzte Märztag ist der Höhepunkt beim Zeitzeugenpreis: Auf einer Festveranstaltung werden am 31. März um 19.30 Uhr im Roten Rathaus von Berlin die Gewinner des Schreibwettbewerbs bekannt gegeben. Geehrt werden am kommenden Dienstag die Autoren der drei herausragenden Arbeiten zum Thema „20 Jahre Mauerfall“.

Die Veranstaltung beginnt mit der Begrüßung des Wettbewerb-Initiators Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Der Verleger hat den Zeitzeugenpreis 2005 ins Leben gerufen. Seitdem wurde die Skulptur „Buch der Erinnerung“, eine Bronzeplastik des Künstlers Achim Kühn, bereits viermal vergeben. Zweimal fand die Preisverleihung schon im Roten Rathaus statt.

Die Festrede wird Edzard Reuter halten. Der Ehrenbürger Berlins und Sohn des legendären Bürgermeisters der Stadt, war eines der neun Jurymitglieder, die aus mehr als hundert Arbeiten jene ausgewählt haben, deren Autoren am Dienstag geehrt werden. Über diese Juryarbeit berichtet Dr. Helmut Trotnow, der Direktor des Alliiertenmuseums.

Über die Preisträger und deren Arbeiten informieren die Laudatoren Dr. Martina Weinland vom Berliner Stadtmuseum, Dr. Otto Lampe, der Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, und der Verleger Dr. Huffmann. Jeder Preisträger zitiert zudem aus seiner Arbeit, so dass die mehr als 250 Gäste einen ersten Eindruck von den Beiträgen erhalten, die sich aus sehr persönlicher Sicht mit den Ereignissen der Tage um den 9. November 1989 befassen.

Die prämierten Arbeiten sowie weitere ausgewählte Einsendungen des Schreibwettbewerbs werden später in einer Anthologie veröffentlicht. Außerdem sollen einige der Beiträge im Herbst in die Ausstellung „20 Jahre Mauerfall“ vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR einbezogen werden. Über Details dazu wird Ausstellungsdirektor Dr. Andreas Ludwig informieren.

Die Festveranstaltung zum Zeitzeugenpreis hat sich inzwischen zu einem gesellschaftlichen Bestandteil des Kulturkalenders der Region entwickelt. Längst treffen sich zur Preisverleihung nicht nur die Teilnehmer des aktuellen Wettbewerbs, sondern auch viele Autoren aus den vergangenen Jahren. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche steht neben den Erinnerungen an die Erlebnisse, über die sie geschrieben haben, immer auch das Schreiben selbst. Für viele Männer und Frauen war die Teilnahme am Zeitzeugenpreis eine Initialzündung. Seitdem schreiben sie und veröffentlichen auch gelegentlich ihre Werke. Selbst wenn die meisten dieser Autorinnen und Autoren keine Profis werden wollen, so haben sie sich doch durch den Zeitzeugenpreis Zugang zu einer besonderen Form der Auseinandersetzung mit ihrem Leben verschaffen.

 


23. März 2009

Siegerehrung beim Zeitzeugenpreis am 31. März 2009

 „20 Jahre Mauerfall": Edzard Reuter spricht im Roten Rathaus

Als eine der ersten großen Veranstaltungen zum zwanzigjährigen Jubiläum des Mauerfalls wird am 31. März 2009 im Roten Rathaus von Berlin der Zeitzeugenpreis verliehen. Mehr als hundert Autorinnen und Autoren hatten sich an dem Schreibwettbewerb beteiligt. Die Arbeiten haben die Jury überzeugt: „Die Beiträge sind eindrucksvolle Belege über das Zusammenwachsen von Ost und West, über die Annäherung der Menschen“, urteilte Jury-Mitglied Edzard Reuter.

Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG, Ehrenbürger Berlins, wird die Festrede zur Preisverleihung halten. Und er wird sie an einem Ort halten, an dem es seinem Vater, dem legendären Bürgermeister Berlins, Ernst Reuter, nie vergönnt war, zu den Menschen in einem vereinten Deutschland zu sprechen: dem Roten Rathaus der Stadt. Edzard Reuter wird sich am 31. März 2009 um 19.30 Uhr an die Wettbewerbsteilnehmer und die Gäste der Festveranstaltung wenden, die bereits zum dritten Mal im Großen Saal des Rathauses stattfindet.

Erstmals sind besonders viele jüngere Autorinnen und Autoren darunter. Damit kann der Zeitzeugenpreis mit dem Thema „20 Jahre Mauerfall“ diesmal als ein generationenübergreifender Wettbewerb gelten. „Die beim Zeitzeugenpreis bisher behandelten Themen haben vor allem ältere und alte Menschen zum Schreiben motiviert“, erinnert sich Initiator und Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann. „Jetzt haben wir sogar einen Autor dabei, der erst 28 Jahre alt ist und sich also in seinem Beitrag an Erlebnisse aus seiner Kindheit erinnert.“

Nicht nur die drei Siegerbeiträge werden mit der Preisverleihung gewürdigt. Auch eine Auswahl weiterer Arbeiten wird Beachtung finden. Wie in keinem Jahr zuvor lag die Qualität so dicht beieinander, fiel der Jury die Entscheidung über die Preisträger so schwer. „Wir freuen uns darum besonders“, so Dr. Huffmann weiter, „dass wir mit dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR einen Kooperationspartner gefunden haben, die einige der Beiträge im Herbst in seine Ausstellung „20 Jahre Mauerfall“ einbeziehen wird“. So werden neben den prämierten Einsendungen weitere Arbeiten einem größeren Publikum bekannt gemacht. Zudem wird der Frieling Verlag auch wieder in einer Anthologie eine größere Auswahl an Wettbewerbsbeiträgen veröffentlichen.

Obwohl die Preisverleihung am 31. März 2009 um 19.30 Uhr im Roten Rathaus öffentlich ist, wird interessierten Gästen geraten, sich anzumelden. „Das Thema „20 Jahre Mauerfall“ ist so spannend und das Interesse an unserer Veranstaltung bereits jetzt schon so groß, dass wir befürchten, nicht jedem einen Platz anbieten zu können“, sagt Dr. Huffmann und empfiehlt deshalb, sich telefonisch oder per E-Mail bei den Organisatoren zu melden: Tel. (030) 766 99 90 oder elektronisch: info@zeitzeugenpreis.de.

 


26. Februar 2009 

Jury lobt Qualität der Beiträge zum Zeitzeugenpreis

Schreiben über „20 Jahre Mauerfall" - Preisverleihung Ende März 

Engagierte Diskussionen haben die Jurysitzung des Zeitzeugenpreises bestimmt. „Bei vielen Beiträgen lag die Qualität so dicht beieinander, dass die Juroren für ihre persönlichen Favoriten hat kämpfen mussten", berichtet Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Der Verleger und Initiator des Schreibwettbewerbs ist besonders stolz darauf, dass sich für das Thema „20 Jahre Mauerfall" besonders viele junge Teilnehmer engagiert haben.

„Am 31. März werden wir in einem Festakt im Roten Rathaus von Berlin die Gewinner bekannt geben", so Dr. Huffmann. „Heute kann ich nur so viel verraten: Es werden alles Frauen sein." Dieses Ergebnis verwundert wenig, wenn man weiß, dass sich erstmals überproportional viele Frauen am Zeitzeugenpreis beteiligt haben. Mehr als zwei Drittel der eingereichten Arbeiten stammen aus den Federn von Autorinnen.

Dennoch haben weder Geschlecht noch Beruf, Herkunft oder andere Aspekte bei der Beurteilung der Arbeiten eine Rolle gespielt, sondern einzig deren Authentizität. Alle Beiträge wurden anonymisiert und erhielten Nummern. Allenfalls aus der Lektüre heraus hätten die Juroren darauf schließen können, ob es sich um einen männlichen oder weiblichen, um einen jüngeren oder älteren Autoren handeln könnte. Doch da neben persönlichen Erlebnisberichten, die beim Zeitzeugenpreis bislang besonders häufig eingereicht wurden, diesmal auch viele andere Erzählformen vertreten waren, spielten diese Fakten keine Rolle.

„Wenn mich eine Geschichte fesselt, dann mache ich mir über die Person des Autors erst später Gedanken", gesteht Jury-Mitglied Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Er plant, einige der Beiträge im Herbst in seine Ausstellung „20 Jahre Mauerfall" einzubeziehen.

Edzard Reuter, Sohn des legendären Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter und Ehrenbürger der Stadt, ist in diesem Jahr prominentes Jurymitglied. Er lobt: „Die Mehrzahl der Beiträge befasst sich in besonders eindrucksvoller Weise mit dem Zusammenwachsen zwischen Ost und West. Sie zeigen, dass die Menschen davon viel tiefer und intensiver berührt sind, als manche Medien dies wahrhaben wollen." Und Verleger Huffmann ergänzt: „Wir werden das herausstellen, wenn während der Preisverleihung aus den Arbeiten vorgelesen wird."

Die Jury des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg:

Edzard Reuter (ehem. Vorstandsvors. Daimler Benz AG, Ehrenbürger Berlins),

Dr. Otto Lampe (Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin),

Dr. Martina Weinland (Stiftung Berliner Stadtmuseum),

Dr. Andreas Ludwig (Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR),

Dr. Helmut Trotnow (AlliiertenMuseum),

Thessi Aselmeier (Zeitzeugenbörse Berlin),

Dr. Martina Weyrauch (Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg),

Ulli Zelle (Rundfunk Berlin-Brandenburg),

Kathrin Kowarsch (Frieling-Verlag Berlin).

 

 Jurysitzung beim Zeitzeugenpreis: Edzard Reuter argumentiert für seine Favoriten.

 


7. Dezember 2008

Großer Zuspruch junger Autoren beim Zeitzeugenpreis

Das Thema „20 Jahre Mauerfall" motivierte zur Teilnahme am Wettbewerb

Mehr als hundert Beiträge wurden beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg eingereicht. Bei der vierten Auflage des Schreibwettbewerbs fühlten sich offenbar viele jüngere Autoren vom Thema „20 Jahre Mauerfall" inspiriert. Ihre Beiträge behandeln nicht nur authentische Erlebnisse, sondern setzen sich auch mit den Veränderungen kritisch auseinander. „Wir freuen uns, den Wettbewerb damit auch für andere Generationen geöffnet zu haben", sagte der Verleger und Initiator, Dr. Johann-Friedrich Huffmann in Berlin.

Der jüngste Autor ist 28 Jahre alt, hat den Mauerfall also als kleines Kind erlebt, und ist im wiedervereinten Deutschland groß geworden. Andere Teilnehmer hatten vor zwanzig Jahren gerade ihre Schule beendet und mussten sich nicht nur beruflich sondern auch in einem veränderten Land orientieren. Einer der ältesten Autoren stand zum Mauerfall kurz vor der Rente und musste am Beginn seines neuen Lebensabschnitts viele unvorhersehbare Herausforderungen meistern. „Wohl bei kaum einem Zeitzeugenpreis der vergangenen Jahre wurden so unterschiedliche und vielseitige Geschichten eingereicht", so Dr. Huffmann.

Die Auseinandersetzung mit dem Mauerfall hatte nicht nur Menschen aus Berlin und Brandenburg zur Teilnahme am Schreibwettbewerb motiviert. Sogar aus Österreich, Schweden und den USA wurden Beiträge eingereicht. Die Autoren hatten das historische Ereignis vor zwanzig Jahren hier miterlebt und betätigten sich nun als Zeitzeugen aus der Ferne.

Neben Berichten über Erlebnisse rund um die Tage des Mauerfalls im November 1989, bestimmen Erinnerungen an das Leben zu beiden Seiten der ehemaligen Grenze die Arbeiten. Es gibt auch Beiträge, die sich mit politischen Aspekten auseinandersetzen oder das Thema fast wissenschaftlich behandeln. Immer aber wird aus der Sichtweise persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen berichtet.

In den kommenden Wochen befasst sich die Jury des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg mit den Beiträgen. An der Spitze steht diesmal ein besonderer Freund der deutschen Einheit und Förderer Berlins: Edzard Reuter, Sohn des legendären Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter und Ehrenbürger der Stadt.

Mit dabei in der Jury sind wieder der Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Dr. Otto Lampe, Dr. Martina Weinland von der Stiftung Berliner Stadtmuseum, Dr. Helmut Trotnow vom AlliiertenMuseum, Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse Berlin, Dr. Martina Weyrauch von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg, der Journalist Ulli Zelle vom Rundfunk Berlin-Brandenburg und Kathrin Kowarsch vom Frieling-Verlag Berlin. Außerdem Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Das Zentrum bereitet eine Ausstellung zum Thema „20 Jahre Mauerfall" vor, in der einzelne Beiträge des Schreibwettbewerbs präsentiert werden sollen.

Bis Mitte Februar hat die Jury nun Zeit, sich mit den Beiträgen zu befassen. Ende März werden dann im Roten Rathaus die Gewinner vom vierten Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg geehrt.

 


11. Oktober 2008 

20 Jahre Mauerfall – Endrunde beim Zeitzeugenpreis

Beim Schreibwettbewerb ist in knapp drei Wochen Einsendeschluss

Am 30. November müssen die Beiträge vorliegen, mit denen sich Berliner und Brandenburger um den Zeitzeugenpreis 2009 bewerben, der im kommenden Frühjahr im Roten Rathaus von Berlin verliehen wird. Das zwanzigjährige Jubiläum des Mauerfalls ist diesmal das Thema, über das geschrieben werden soll. Gefragt sind authentische Erinnerungen an das Jahr 1989 und die Öffnung der Grenzen zwischen Ost und West.

Da der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg kein Wettbewerb um das beste literarische Werk ist, kann sich jeder beteiligen, der Freude am Schreiben hat. Einzige Voraussetzung ist, dass der Beitrag auf eigenen Erlebnissen beruht, dass er authentisch ist. Eine Jury bewertet die Arbeiten nach Kriterien wie Aussage, Schlüssigkeit, Stil und sprachlichem Ausdruck. Zu gewinnen gibt es beim Schreibwettbewerb die Skulptur „Buch der Erinnerung“ des bekannten Metallkünstlers Achim Kühn sowie Gutscheine für die Veröffentlichung von Anthologiebeiträgen.

Den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg gibt es bereits seit 2005. Jeder Wettbewerb fand unter einem anderen Motto statt: Erst ging es um Erlebnisse aus den Nachkriegsjahren, dann war die Zeit des „Kalten Kriegs“ Thema und zuletzt waren es die sechziger Jahre. Immer aber standen authentische Geschichten im Mittelpunkt der eingereichten Wettbewerbsarbeiten (nachzulesen in den Büchern „Zeitzeugen schreiben Geschichte(n)“, „Petticoat und Kalter Krieg“ sowie „Glückssuche im Schatten der Mauer“).

Auch die Beiträge des aktuellen Schreibwettbewerbs sollen wieder in einem Buch zusammengefasst werden. Der Berliner Verleger und Initiator des Zeitzeugenpreises, Dr. Johann-Friedrich Huffmann, will auch diesmal wieder den Schulen in der Region „lebendige Geschichtsstunden“ anbieten, indem er die Autoren im Unterricht aus ihren Werken lesen und mit den Schülern diskutieren lässt. „Wir haben erfahren, dass dieses Angebot immer wieder auf ein positives Echo stößt“, erinnert sich der Verleger.

Dr. Huffmann hofft deshalb, dass sich diesmal vielleicht auch viele junge Menschen am Schreibwettbewerb beteiligen: „Die Anforderung, über authentische Erlebnisse zu berichten, bedeutet nicht zwangsläufig, dass man den Mauerfall 1989 miterlebt haben muss“, erläutert der Verleger. „Auch ein Beitrag, in dem ein junger Mensch darüber berichtet, wie er in seinem Elternhaus den Umgang mit den Erinnerungen an die Ereignisse vor zwanzig Jahren erlebt, kann preiswürdig sein.

Wer mehr über den Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2009 erfahren möchte, kann sich im Internet informieren unter www.zeitzeugenpreis.de oder einen kostenlosen Flyer anfordern beim Frieling-Verlag Berlin, Rheinstraße 46, 12161 Berlin. Aber Eile ist geboten, denn Einsendeschluss für die Beiträge ist in knapp drei Wochen am 30. November 2008!

 


16. September 2008

Erinnern Sie sich: Wie war das mit dem Mauerfall?

Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg lädt zum Schreibwettbewerb ein

Kaum zu glauben: Bereits zwanzig Jahre sind vergangen, seit die Mauer gefallen ist, seit sich Deutsche aus Ost und West voller Freude in den Armen lagen. Zwanzig Jahre, in denen eine neue Generation herangewachsen ist, der die Zeit der Teilung allenfalls aus Geschichtsbüchern und Erzählungen bekannt ist. Ein Grund mehr, den zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls zum Anlass für einen Schreibwettbewerb nehmen, der in der Hauptstadtregion bereits Tradition hat: der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg.

Im vierten Jahr des Wettbewerbs sind erneut Berliner und Brandenburger aufgerufen, sich mit ihren Lebenserinnerungen zu beteiligen. Unter dem Motto „20 Jahre Mauerfall“ soll diesmal über persönliche Erlebnisse berichtet werden, die mit den Ereignissen des Jahres 1989 verknüpft sind.

Es muss nicht der 9. November 1989 sein, der im Mittelpunkt des Beitrags steht; jener Tag, an dem die Mauer fiel. Beschrieben werden können auch Erlebnisse aus den Wochen zuvor, in denen sich in Ostdeutschland ein politischer Wechsel anbahnte, der vom Westen aus gebannt verfolgt wurde. Auch die Zeit der Annäherungen zwischen Ost und West in den Tagen nach dem Mauerfall kann als Anlass zu einem Beitrag dienen. Entscheidend ist nur eines: Die Erlebnisse müssen authentisch sein.

Denn Sinn des Zeitzeugenpreises ist es, ein gelebtes Geschichtsbild zu vermitteln. Darum könnte es diesmal interessant sein, wenn sich auch die so genannte Nach-Wende-Generation dem Thema widmet. Wenn junge Menschen berichten, wie sie zu diesem Begriff stehen und was sie empfinden, wenn sich Eltern, Verwandte oder ältere Freunde an die Erlebnisse rund um den Mauerfall erinnern, dann können auch diese Aspekte ein Geschichtsbild abrunden.

„Wir wollen das Jubiläum des Mauerfalls zum Anlass nehmen, ein möglichst vielseitiges Bild der individuellen Erinnerungen zu zeichnen“, so der Initiator des Zeitzeugenpreises, der Berliner Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Seit 2005 versammelt er immer wieder namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Jury des Wettbewerbs. In diesem Jahr konnte Edzard Reuter gewonnen werden. Der Ehrenbürger Berlins und Sohn von Ernst Reuter, dem legendären Bürgermeister der Stadt, hatte als langjähriger Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG nach dem Mauerfall die Besiedelung der Grenzbrache Potsdamer Platz in der deutschen Hauptstadt vorangetrieben.

Erstmals kooperiert der Zeitzeugenpreis mit dem Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Das Zentrum bereitet eine Ausstellung vor, in der einzelne Beiträge des Schreibwettbewerbs präsentiert werden sollen.

Einsendeschluss für die Beiträge zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg ist der 30. November 2008. Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2009 im Berliner (Roten) Rathaus statt.

 


4. April 2008

„Goliath und seine Träume“ gewinnen Zeitzeugenpreis

Innenminister Schönbohm ehrt Preisträger des Schreibwettbewerbs

Der Gewinner des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg 2007/2008 kommt aus Oranienburg: Peter Schüler setzte sich mit seinem Beitrag „Goliath und seine Träume“ gegen mehr als hundert weitere Autoren durch. Er erhielt die Skulptur „Buch der Erinnerung“ des Metallkünstlers Achim Kühn und einen Gutschein zur Publizierung einer weiteren schriftstellerischen Arbeit.

Der Schreibwettbewerb fand zum dritten Mal statt. Diesmal standen Ereignisse aus den Jahren zwischen 1960 und 1970 im Mittelpunkt. Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg will authentische Erlebnisse der Autoren für die Nachwelt erhalten.

Neben Peter Schüler wurde Jürgen Friedenberg aus Mainz geehrt (2. Platz mit „Verliebt, verlobt, verheiratet – und ein bisschen verwegen“). Der dritte Preis ging an Kristin Bochröder („Ostkreuz“) und Jenny Schon („Mein erster Berlin-Marathon“), beide aus Berlin. Auch diese Preisträger erhielten Publizierungsgutscheine. Zudem werden die Siegerbeiträge sowie weitere Arbeiten des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg in der Wettbewerbs-Anthologie „Glückssuche im Schatten der Mauer“ veröffentlicht.

In seiner Festrede betonte der Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm, der Zeitzeuge genieße das besondere Recht, „aus seiner ganz persönlichen Perspektive“ zu berichten. „Keine Objektivität, keine Rücksichten sind für ihn maßgeblich“, so Schönbohm. Der Zeitzeuge könne seinen Gefühlen und Einschätzungen freien Lauf lassen und subjektive Sichtweisen liefern. „Damit wird für die Nachwelt das Leben hinter den Fakten erlebbar und Entscheidungen und Stimmungen können nachempfunden werden.“

Der Siegerbeitrag von Peter Schüler erzählt von der Begegnung eines Professors mit einem Maler im Jahre 1970, im Osten des geteilten Berlins. In einem Café in der Schönhauser Allee diskutieren sie den Widerspruch zwischen Darwins Theorien und der Ideologie der Staatsmacht. Für den Professor steht eine Gewissensentscheidung an. Soll er dem Rat seiner Frau folgen? „Lebe Deine Freiheit und pflege Deine Vernunft“, hatte sie gesagt.

Jürgen Friedenberg berichtet in seinem Beitrag über eine Hochzeit, die für den 14. August 1961 geplant war – und die durch den Mauerbau einen Tag zuvor zu scheitern drohte. Die Odyssee, die das Mädchen aus Ostberlin und der Student aus dem Westteil der Stadt durchmachten ist voller Komik – zumindest aus heutiger Sicht.

Schönbohm: „Bei der Lektüre der Beiträge wurde mir immer wieder deutlich, dass es für viele Menschen eine ganz besondere Erfahrung darstellt, etwas vom eigenen Leben preiszugeben, zu erzählen, wie es für sie selbst gewesen ist und wie spannend es doch ist, aus dem großen Weltgeschehen einen kleinen Teil herauszuschneiden und als eigenes Erleben darzustellen.“ Der Minister hatte zusammen mit Repräsentanten verschiedener kultureller und wissenschaftlicher Einrichtungen, mit Vertretern aus Politik und Medien in der Jury des Zeitzeugenpreises die eingereichten Arbeiten bewertet.

Der dritte Preis ging an zwei Autorinnen, die ihre Schul- und Studienzeiten zum Thema machten: Jenny Schon berichtet, wie sie die Studentenproteste anlässlich des Schah-Besuchs am 2. Juni 1967 erlebt hat, als der Student Benno Ohnesorg erschossen wurde. Und Kristin Bochröder beschreibt, wie der Bahnhof „Ostkreuz“ zu ihrer persönlichen Drehscheibe zwischen dem Wohnort im Osten und der Schule im Westen der Stadt wurde.

 


2. April 2008

Innenminister ehrt Autoren beim Zeitzeugenpreis

Jörg Schönbohm hält Festrede beim Schreibwettbewerb

Der Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm, wird morgen Abend um 19.30 Uhr im Berliner Rathaus die Festrede zur Ehrung der Gewinner beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg halten. Der Schreibwettbewerb findet bereits zum dritten Mal statt. Autoren aus der Region haben sich mit ihren Geschichten über Erlebnisse aus den Jahren zwischen 1960 und 1970 beteiligt.

Der Zeitzeugenpreis will an authentische Ereignisse erinnern, die von den Autoren in Kurzgeschichten verpackt werden. Dabei geht es nicht um große zeithistorische Themen, sondern um die vielen kleinen persönlichen Erlebnisse. „Wir wollen, dass persönlich erfahrene Geschichte nicht in Vergessenheit gerät“, sagt Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Der Berliner Verleger ist Initiator des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg.

Huffmann hat in der Jury des Zeitzeugenpreises geballte wissenschaftliche und kulturelle Kompetenz aus der Region versammelt. Dazu gehören neben dem Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm, der Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Dr. Otto Lampe; Dr. Martina Weinland von der Stiftung Berliner Stadtmuseum, Dr. Helmut Trotnow vom AlliiertenMuseum, Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse Berlin, Dr. Martina Weyrauch von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg und Dr. Jana Mikota vom Siegener Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung sowie der Journalist Ulli Zelle vom Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Die Beiträge der Gewinner des Schreibwettbewerbs werden in der Wettbewerbs-Anthologie „Glückssuche im Schatten der Mauer“ veröffentlicht. Außerdem erhalten die Preisträger Gutscheine für die Publizierung weiterer Texte. Und dem Wettbewerbssieger wird das „Buch der Erinnerung“ überreicht, eine Skulptur des Metallkünstlers Achim Kühn.

EINLADUNG

Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg

Donnerstag, 3. April 2008, 19.30 Uhr

Großer Saal des Berliner Rathauses, Rathausstraße 15, 10178 Berlin (Mitte)

Begrüßung      

Dr. Otto Lampe, Protokollchef Land Berlin

Festrede

Jörg Schönbohm, Minister des Innern Brandenburg

Aus der Juryarbeit

Dr. Andreas Ludwig, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR e.V.

Preisverleihung

mit den Laudationes und der Übergabe der Skulptur „Buch der Erinnerung“

Kurzlesungen

Die Preisträger und ihre Arbeiten

Empfang

 


27. März 2008

Zeitzeugen erneut im Roten Rathaus von Berlin

Verleihung am 3. April 2008 mit großer Beteiligung aus Brandenburg

Auch in diesem Jahr findet die Preisverleihung des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg wieder im Roten Rathaus statt. Festredner ist diesmal ein Repräsentant aus Brandenburg: Innenminister Jörg Schönbohm. Er würdigt mit seiner Teilnahme auch die Tatsache, dass sich besonders viele Brandenburger an dem Schreibwettbewerb beteiligt haben. Ob jedoch auch viele Autoren aus Schönbohms Heimat unter den Gewinnern sein werden, wird erst am Abend des 3. April 2008 verkündet.

Die Jury des Zeitzeugenpreises hat nicht allein die Inhalte der Geschichten bewertet, sondern vor allem auch deren Vermittlung: Wie wurde das Thema umgesetzt, wie wurde es erzählt, wie vermittelt es den Zeitgeist, wie fesselt es den Leser – Kriterien, nach denen geurteilt wurde. Zu Jury gehören neben dem Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm, der Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Dr. Otto Lampe; ferner Dr. Martina Weinland von der Stiftung Berliner Stadtmuseum, Dr. Helmut Trotnow vom AlliiertenMuseum, Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse Berlin, Dr. Martina Weyrauch von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg und Dr. Jana Mikota vom Siegener Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung sowie der Journalist Ulli Zelle vom Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Eines soll der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg jedoch nicht werden: ein kommerzieller Wettbewerb. „Sponsoren sind uns natürlich willkommen“, so Huffmann weiter. „Aber wir legen Wert darauf, dass der Zeitzeugenpreis ein Schreibwettbewerb für Amateur-Autoren bleibt, für Menschen, denen es wichtig ist, dass gelebte Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.“ Darum ist der Wettbewerb auch nicht mit einem Preisgeld sondern mit Gutscheinen dotiert, die von den Gewinnern für die Publizierung neuer Texte eingelöst werden können. Der erste Preisträger erhält zudem mit dem „Buch der Erinnerung“ eine Skulptur des Metallkünstlers Achim Kühn. Und die herausragenden Arbeiten werden in der Wettbewerbs-Anthologie „Glückssuche im Schatten der Mauer“ veröffentlicht.

 


13. Februar 2008

Entscheidung beim Zeitzeugenpreis

Jury wählt die besten Arbeiten des Schreibwettbewerbs aus

Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2007/2008 geht in die nächste Runde: In dem Schreibwettbewerb wählt die Jury morgen aus den mehr als hundert Einsendungen jene Arbeiten aus, die sie als herausragend erachtet. Die Autoren werden dann am 3. April 2008 in einer Festveranstaltung im Roten Rathaus in Berlin geehrt.

Beim inzwischen dritten Zeitzeugenpreis sollten die Autoren über Erlebnisse aus den Jahren zwischen 1960 und 1970 berichten. Gefragt waren authentische Geschichten, die einen sehr persönlichen Eindruck einer Epoche vermitteln. Die Autoren haben ihre Beiträge zum Teil literarisch aufbereitet, vor allem aber faktische und dokumentarische Erzählungen und Kurzgeschichten eingereicht.

Entstanden sind sehr unterschiedliche Beiträge, die das Leben in einer geteilten Heimat beschreiben. Dominierte in den Arbeiten des letzten Zeitzeugenpreises noch das Spannungsfeld zwischen Ost und West, so kommt in den Geschichten jetzt zum Ausdruck, wie unterschiedlich sich die Lebenswege der Menschen aufgrund des Mauerbaus entwickelt haben.

Die Auswahl der interessantesten Arbeiten trifft auch in diesem Jahr eine Jury aus kompetenten Experten. Neben dem Innenminister von Brandenburg, Dr. Jörg Schönbohm, und dem Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Dr. Otto Lampe, sind dies Repräsentanten bedeutender Kultureinrichtungen aus beiden Bundesländern: Dr. Martina Weinland von der Stiftung Berliner Stadtmuseum, Dr. Helmut Trotnow vom AlliiertenMuseum, Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse Berlin, Dr. Martina Weyrauch von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg und Dr. Jana Mikota vom Siegener Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung. Und nicht zuletzt der Journalist Ulli Zelle vom Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Kooperationspartner des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg sind das AlliiertenMuseum und die Stiftung Stadtmuseum Berlin. Der Wettbewerb geht auf eine Anregung des Berliner Verlegers Dr. Johann-Friedrich Huffmann zurück. Ihm geht es weniger um die Suche nach dem besten literarischen Werk, als vielmehr um die Gelegenheit, „einerseits Menschen zum Schreiben zu ermutigen und andererseits dabei erlebte Geschichte authentisch zu vermitteln“. Bücher, so das Credo Huffmanns, können auch in Zeiten moderner elektronischer Kommunikation Geschichte und Geschichten am nachhaltigsten bewahren.

Wie in den Vorjahren, so werden die prämierten Arbeiten wieder in einer Anthologie veröffentlicht. Außerdem sind Lesungen mit den Autoren geplant; unter anderem auch an Schulen. „Wir wollen nicht, dass Geschichte allein zwischen Buchdeckeln bewahrt bleibt, sondern in lebendigen Worten von Generation zu Generation weiter gegeben wird“, sagt Dr. Huffmann.

 


9. Dezember 2007

Geschichte persönlich: Zeitzeugenpreis zieht Kreise

Großer Zuspruch beim Schreibwettbewerb um die Jahre 1960 bis 1970

Private Erlebnisse in Ost und West stehen im Mittelpunkt der meisten Arbeiten, die zum Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg eingereicht wurden. Mehr als hundert Autoren haben sich an dem Wettbewerb beteiligt, der zum dritten Mal vom Frieling-Verlag ausgerichtet wird und der mit Preisen im Wert von 2.000 Euro dotiert ist. Im Mittelpunkt stehen jedoch weniger Preise oder das beste literarische Werk, sondern gelebte Geschichte, wie Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann betont: „Wir wollen mit dem Zeitzeugenpreis Erinnerungen der Menschen aus Berlin und Brandenburg bewahren und über Generationen hinweg Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge wecken.“

Beim aktuellen Wettbewerb sollten Beiträge über Erlebnisse aus den Jahren zwischen 1960 und 1970 eingereicht werden. Zusammengekommen sind vor allem zwischenmenschliche Geschichten, die das Lebensgefühl der Menschen in Ost und West widerspiegeln. Mal ist es die Erinnerung an die Schulzeit in der DDR oder an die Uni in West-Berlin. Mal sind es Stasi-Erfahrungen, die verarbeitet wurden, oder die Erlebnisse um den Schah-Besuch in der geteilten Stadt. Das Wirtschaftswunder spielt ebenso eine Rolle wie die Planwirtschaft; und immer sind es sehr persönliche Schilderungen, die faszinieren.

Unter den Autoren finden sich Teilnehmer aus allen Berufsgruppen. Ob Friseurin oder Sekretärin, Postbote oder Stadtführer, Hochschulprofessor oder Ex-Politiker – quer durch alle Bevölkerungsschichten haben sich Menschen vom Zeitzeugenpreis angesprochen gefühlt. Die Autoren kommen nicht nur aus dem ehemaligen Ost- oder West-Berlin. Auch in Angermünde, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Oranienburg und vielen weiteren Orten Brandenburgs hat sie der Aufruf erreicht. Selbst aus Bundesländern wie Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen wurden Beiträge eingereicht. Entscheidend war, dass die Autoren von authentischen Erlebnissen in der Region Berlin-Brandenburg berichten konnten.

Mit den Arbeiten befasst sich jetzt eine Jury aus Repräsentanten der Länder Berlin und Brandenburg sowie von zeithistorischen Kultureinrichtungen. Dabei sind der Innenminister von Brandenburg, Dr. Jörg Schönbohm, und der Protokollchef beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, Dr. Otto Lampe. Außerdem Dr. Martina Weinland von der Stiftung Berliner Stadtmuseum, Dr. Helmut Trotnow vom AlliiertenMuseum, Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse Berlin, Dr. Martina Weyrauch von der Landeszentrale für politische Bildung Brandenburg und Dr. Jana Mikota vom Siegener Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung. Auch der Journalist Ulli Zelle vom Rundfunk Berlin-Brandenburg gehört wieder zum Expertengremium, das seine Entscheidung über die besten Arbeiten Anfang kommenden Jahres fällen wird.

Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2008 im Roten Rathaus in Berlin statt. Dann werden die herausragendsten Arbeiten und deren Autoren geehrt. Anschließend werden sie aus ihren Werken lesen. Bis zur Preisverleihung können sich Interessierte auf der Internetseite www.zeitzeugenpreis.de über die Entwicklung des Wettbewerbs informieren.

 



3. Oktober 2007

Zeitzeugenpreis gestartet: 1960 bis 1970 im Fokus

Berliner und Brandenburger schreiben wieder Geschichte(n)

Wirtschaftswunder und Planwirtschaft, antiautoritäre Erziehung und polytechnischer Unterricht sind Themen, über die Berliner und Brandenburger schreiben könnten, wenn sie sich am dritten Zeitzeugenpreis beteiligen. Denn diese Themen haben die Menschen zwischen 1960 und 1970 bewegt – neben Mauerbau und deutscher Teilung. Mit dem Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg soll daran erinnert werden.

„Wir suchen nicht das beste literarische Werk, sondern authentische Erinnerungen an gelebtes Leben“, erläutert der Initiator des Zeitzeugenpreises, Dr. Johann-Friedrich Huffmann vom Frieling-Verlag in Berlin. Es müssen keine Geschichten über große historische Ereignisse sein, auch Erlebnisse aus der Schulzeit, mit Freunden, Verwandten oder andere Alltagserinnerungen haben Chancen im Wettbewerb. Entscheidend ist, dass die Beiträge wahre Erlebnisse schildern. Die Themenwahl ist dabei freigestellt. Einsendeschluss ist am 30. November 2007. Im April 2008 werden die Wettbewerbssieger in einer Veranstaltung im Roten Rathaus in Berlin geehrt.

Verleger Huffmann hat wieder eine kompetente Jury gewinnen können, die sich um die Auswahl und Bewertung der Beiträge kümmert. In diesem Jahr sind dabei:

Dr. Jörg Schönbohm, Innenminister des Landes Brandenburg;

Dr. Otto Lampe, Protokollchef Senatskanzlei beim Regierenden Bürgermeister von Berlin;

Dr. Martina Weinland, Stiftung Stadtmuseum Berlin;

Dr. Helmut Trotnow, AlliiertenMuseum;

Dr. Andreas Ludwig, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR;

Thessi Aselmeier, ZeitZeugenBörse Berlin;

Dr. Martina Weyrauch, Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung;

Dr. Jana Mikota, Siegener Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung;

Ulli Zelle, Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg ist vor allem ein ideeller Wettbewerb, bei dem es um die Förderung von Autoren geht, die nicht als professionelle Schriftsteller tätig sind. Er ist mit Preisen im Wert von fast 2.000 Euro dotiert.

„Zeitzeugen sind für eine Gesellschaft sehr wertvoll, denn ihre Erinnerungen verdichten die Geschichte für nachfolgende Generationen“, hat die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth anlässlich der Preisverleihung beim ersten Wettbewerb gesagt. Diese Aussage ist unverändert gültig. Die Beiträge werden wieder in einer Anthologie veröffentlicht. Und auch die vom Berliner Senat unterstützten Autorenlesungen von Wettbewerbsteilnehmern an Schulen sollen durchgeführt werden. „So sorgen wir dafür, dass der jungen Generation Geschichte sehr persönlich vermittelt wird“, betont Dr. Huffmann.



28. März 2007

Zeitzeugenpreis: Gewinner aus Brandenburg

120 authentische Geschichten - Pastorentochter erfolgreich

Den ersten Platz beim „Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007“ hat Angelika van der Borght aus Oranienburg belegt. Sie siegte in dem bereits zum zweiten Mal vom Frieling-Verlag ausgelobten Schreibwettbewerb mit „Angeeckt“, Erinnerungen an die Kindheit und Jugend einer Pastorentochter in der DDR. Auf den zweiten Platz kam Bernhard Drewitz aus Schulzendorf mit seiner Geschichte über „Die Grenze“, bei der es nicht um die Berliner Mauer, sondern um die unsichtbare Grenze zwischen Ostberlin und dem Umland geht. Auf dem dritten Rang landete Eginhard Teichmann aus Berlin mit „Fräulein Erfurth und die alte Nähmaschine; Jugenderlebnissen zwischen Ost- und West-Berlin, in der noch nicht durch eine Mauer geteilten Stadt.

„Der „Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg“ ist kein literarischer Wettbewerb“, betonte Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann. Vielmehr käme es neben Erzählkunst, Schreibstil und anderen Parametern vor allem auf authentische Erlebnisse und Reflexionen an. „Wir wollen Menschen anregen, ihre Erinnerungen aufzuschreiben“, so Huffmann über die Motivation des Frieling-Verlags für den „Zeitzeugenpreis“, der mit Preisen im Wert von 2.000 Euro und dem „Buch der Erinnerungen“ dotiert ist, einer Skulptur des Berliner Metallkünstlers Achim Kühn.

Vorgabe beim „Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007“ war die Zeit zwischen 1950 und 1965, aus der die Geschichten stammen mussten. 120 Arbeiten wurden eingereicht. Eine Jury aus Historikern, Politikern und Journalisten wählte jene aus, von denen sie sich am stärksten beeindruckt fühlte. Erstmals wurde auch ein Beitrag mit einem „Sonderpreis außer Konkurrenz“ gewürdigt. Der Berliner Peter Reusse erhielt diese Ehrung für seine Erinnerungen an den Abiturienten „Gaskopp“.

Die feierliche Preisverleihung im Roten Rathaus in Berlin fand in Anwesenheit vieler Autoren, von Politikern, Medienvertretern und interessierten Bürgern aus Berlin und Brandenburg statt. Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Dr. h.c. Klaus Schütz, hielt die Festrede, in der er das Engagement der Autoren lobte und betonte, dass durch die vermeintlich kleinen Themen aus der Vergangenheit Geschichte auf eine besondere Weise nachvollziehbar werde.

In Kürze wird der Frieling-Verlag die besten Arbeiten des „Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg 2006/2007“ in einer Anthologie veröffentlichen. Und im Laufe des Jahres sollen die Autoren in Schulen aus ihren Werken lesen und mit den Schülern diskutieren, um so gelebte Geschichte zu vermitteln. Diese Aktion wird vom Berliner Bildungssenator unterstützt.

„Die Begeisterung und das Interesse am „Zeitzeugenpreis“ macht uns Mut, im Herbst in die dritte Runde zu gehen“, stellt Verleger Huffmann in Aussicht. Dann sind wieder Berliner und Brandenburger aufgerufen, ihre Lebenserinnerungen aufzuschreiben.

 


23. März 2007

Zeitzeugenpreis: Klaus Schütz ehrt Sieger

Ehemaliger Regierender Bürgermeister hält Festrede zur Preisverleihung

Am kommenden Mittwoch, 28. März 2007, werden die Sieger im Schreibwettbewerb „Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007“ bekannt gegeben. Die feierliche Preisverleihung findet um 19.30 Uhr im Wappensaal des Roten Rathauses in Berlin statt. Dr. h.c. Klaus Schütz, der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, wird die Festrede halten und die Autoren ehren.

In der Festveranstaltung lesen die Preisträger aus ihren Werken. 120 Berliner und Brandenburger hatten sich an dem Literaturwettbewerb beteiligt und in ihren Arbeiten an selbst erlebte Geschichte(n) aus den Jahren zwischen 1950 und 1965 erinnert. Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007 ist mit Preisen im Wert von 2.000 Euro dotiert. Der Gewinner erhält zudem das „Buch der Erinnerungen“, eine Skulptur des Berliner Metallkünstlers Achim Kühn. Die besten Arbeiten werden außerdem vom Frieling-Verlag, dem Ausrichter des Wettbewerbs, in einer Anthologie veröffentlicht.

Neben allen Autoren, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, sind auch interessierte Berliner und Brandenburger eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen, die von der Senatskanzlei unterstützt wird. Interessenten können sich im Frieling-Verlag anmelden: Telefon (030) 766 99 90.

 


28. Februar 2007

Zeitzeugen werden im Roten Rathaus geehrt

120 Berliner und Brandenburger haben am Wettbewerb teilgenommen

In einem Monat, am 28. März 2007, wird im Roten Rathaus von Berlin der zweite Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007 verliehen. Dann hat eine prominent besetzte Jury aus 120 Einsendungen jene Beiträge ausgewählt, die ihr preiswürdig erscheinen. Der Frieling-Verlag, Ausrichter des Literaturwettbewerbs, bereitet in diesen Tagen die Preisverleihung vor. Er wird im Anschluss an die Preisverleihung eine Anthologie mit den besten Arbeiten herausgeben. Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007 ist mit Preisen im Wert von 2.000 Euro dotiert.

Zur Preisverleihung sind neben den Freizeit-Autoren, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, auch alle Berliner und Brandenburger eingeladen, die Interesse an den literarischen Erinnerungen haben, die sich mit der Zeit zwischen 1950 und 1965 befassen. Denn in diesem Zeitraum sind alle Geschichten und Erlebnisse angesiedelt, über die in den eingereichten Arbeiten geschrieben wurde.

Im Vorfeld der Preisverleihung erinnert der Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann nochmals daran, dass nicht herausragende literarische Werke gefragt waren, sondern Beiträge, die authentische Erinnerungen mit schriftstellerischem Können in Einklang bringen. Huffmann: „Mit dem Zeitzeugenpreis geht es uns darum, Menschen zu motivieren, mit ihren Arbeiten an gelebte Geschichte zu erinnern.“

„Die Jury macht sich viel Mühe, aus den sehr unterschiedlichen Arbeiten die bemerkenswertesten auszuwählen“, hat Verleger Huffmann beobachtet. „Für viele werden bei der Lektüre Erinnerungen an eigene Erlebnisse wach.“ Zur Jury des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg 2006/2007 gehören die Politiker Prof. Monika Grütters und Dr. Wolfgang Gerhardt, ferner Dr. Martina Weinland vom Berliner Stadt-museum sowie deren Kollegen Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR und Dr. Helmut Trotnow vom AlliiertenMuseum, Dr. Ronald Hirschfeld von der Bundeszentrale politische Bildung, Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse Berlin und Dr. Imbke Behnken vom Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung sowie die Journalisten Thomas Grimm (Zeitzeugen TV) und Ulli Zelle (rbb-„Abendschau“).

Die Preisverleihung am 28. März 2007 findet im Wappensaal des Roten Rathauses statt. Sie wird unterstützt von der Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Eingeladen zur Preisverleihung sind auch Schüler und Lehrer als Repräsentanten Berliner Schulen, in denen mit Unterstützung des Bildungssenators die Autoren des Zeitzeugenpreises aus ihren Arbeiten lesen werden. Ziel dabei ist, im Dialog mit den Schülern Geschichte lebensnah zu vermitteln.

Berliner und Brandenburger, die an der Preisverleihung teilnehmen möchten, können sich im Frieling-Verlag anmelden: Telefon (030) 766 99 90.

 


29. Dezember 2006

Große Resonanz für Zeitzeugenpreis

Berliner und Brandenburger haben Geschichte(n) geschrieben

Mehr als 120 Freizeit-Autoren haben sich am Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007 beteiligt. Der zum zweiten Mal vom Frieling-Verlag ausgeschriebene Literatur-Preis wird am 15. März 2007 im Roten Rathaus von Berlin verliehen. Die eingereichten Arbeiten behandeln Erinnerungen an das Leben in der Region aus der Zeit zwischen 1950 und 1965. Die Beiträge werden jetzt einer Jury vorgelegt, zu der mit Prof. Monika Grütters und Dr. Wolfgang Gerhardt namhafte Politiker gehören, ferner Wissenschaftler, Schriftsteller und Journalisten.

„Beim Zeitzeugenpreis steht nicht das beste literarische Werk im Mittelpunkt, sondern die authentische Erinnerung an gelebte Geschichte“, betonte Dr. Johann-Friedrich Huffmann vom Frieling-Verlag anlässlich der Zwischenbilanz. Vorgegeben war den Teilnehmern nur der Zeitraum von 1950 bis 1965, die Themenwahl stand frei. So sind Beiträge entstanden, die sich mit Kinderheitserinnerungen befassen, mit dem Leben in Ost und West, dem Mauerbau und Fluchtgeschichten. Huffmann: „Die erfreulich große Resonanz zeigt, wie wichtig es vielen Menschen ist, dass neben den Erinnerungen an die „großen Weltereignisse“ auch die vermeintlich kleinen, persönlichen Erlebnisse der Nachwelt erhalten bleiben.“

Die meisten Autoren kommen aus Berlin, viele aus Brandenburg, einige aber auch aus Köln, Lübeck oder Mannheim. Sogar aus den USA wurde eine Arbeit eingereicht. Vom Atomingenieur bis zum Taxifahrer sind viele verschiedene Berufe vertreten. Teilgenommen haben ehemalige Polizisten aus Ost und West, eine einstige RIAS-Sprecherin ebenso wie ein ehemaliger SED-Funktionär, eine Krankenschwester wie ein Pharmaberater, Hausfrauen, Lehrer, Musiker, Techniker, Wissenschaftler... Der älteste Autor ist 87 Jahre, der jüngste 50 Jahre alt.

In den kommenden Wochen werden die Arbeiten von der Jury begutachtet. Zu ihr gehören neben Prof. Monika Grütters und Dr. Wolfgang Gerhardt die Leiterin des Berliner Stadtmuseums, Dr. Martina Weinland, sowie deren Kollegen Dr. Andreas Ludwig vom Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR und Dr. Helmut Trotnow vom AlliiertenMuseum, Dr. Ronald Hirschfeld von der Bundeszentrale politische Bildung, Thessi Aselmeier von der Zeitzeugenbörse Berlin und Dr. Imbke Behnken vom Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung, sowie die Journalisten Thomas Grimm (Zeitzeugen TV) und Ulli Zelle (rbb-„Abendschau“). Mitte Februar entscheidet die Jury dann über die Preisträger. Der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007 ist mit Preisen im Wert von fast 2.000 Euro dotiert.

Der Frieling-Verlag wird im Anschluss an die Preisverleihung eine Anthologie mit den besten Arbeiten herausgeben. Verleger Dr. Johann-Friedrich Huffmann: „Wir setzen darauf, dass auch für den neuen Berliner Bildungssenator die Zusage seines Vorgängers gilt, den Schülern durch Gespräche oder Lesungen mit den Autoren die Beiträge zur gelebten Geschichte zugänglich zu machen.“

 


28. September 2006

Wettbewerb für Zeitzeugen startet ins zweite Jahr

Wie Berliner und Brandenburger Geschichte(n) schreiben können

Erinnerungen bewahren und aus Erfahrungen lernen – unter diesen Prämissen steht der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg, der zum zweiten Mal ausgeschrieben wird. Erneut sind Bürger aus der Region aufgerufen, sich durch ihre persönlichen Geschichten an einem Wettbewerb zu beteiligen, bei dem es nicht um das beste literarische Werk geht, sondern um Erinnerungen an gelebtes Leben.

Beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2006/2007 stehen diesmal die Jahre von 1950 bis 1965 im Mittelpunkt. Wer erinnert sich wohl noch an die Ära nach Gründung von Bundesrepublik und DDR, an Wirtschaftswunder und Planwirtschaft, Arbeiter-aufstand in Ostdeutschland, Wiederbewaffnung, Berlin-Ultimatum und Mauerbau?

Es müssen nicht immer Geschichten über große historische Ereignisse sein, mit denen sich Berliner und Brandenburger am Zeitzeugenpreis beteiligen. Vielmehr ist die Themenwahl freigestellt. Es kann also auch über Erlebnisse aus der Schulzeit, mit Freunden, Verwandten oder den Alltag geschrieben werden. Entscheidend ist, dass die Beiträge authentisch sind.

Rita Süssmuth, die ehemalige Bundestagspräsidentin, hat bei der Preisverleihung zum vergangenen Wettbewerb gesagt: „Zeitzeugen sind für eine Gesellschaft sehr wertvoll, denn ihre Erinnerungen verdichten die Geschichte für nachfolgende Generationen.“ Darum sollen die Erlebnisse aus dem neuen Wettbewerb nicht nur zwischen Buchdeckeln bewahrt bleiben, sondern der jungen Generation zugänglich gemacht werden; z.B. durch Lesungen in Schulen. Der Berliner Bildungssenator Klaus Böger hat dafür bereits seine Unterstützung zugesagt.

Die Ausschreibung ist mit Preisen im Wert von fast 2.000 Euro dotiert. Der ausrichtende Frieling-Verlag hofft damit vor allem Menschen anzusprechen, die nicht als professionelle Autoren arbeiten.

Die bis zum 30. November 2006 eingereichten Arbeiten werden anonymisiert einer Jury zur Begutachtung vorgelegt. Zu ihr gehören in diesem Jahr: die Politiker Prof. Monika Grütters und Dr. Wolfgang Gerhardt, Dr. Martina Weinland (Berliner Stadtmuseum), deren Kollegen Dr. Andreas Ludwig (Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR) und Dr. Helmut Trotnow (AlliiertenMuseum), Thessi Aselmeier (Zeitzeugenbörse Berlin), Dr. Imbke Behnken (Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biografieforschung), Dr. Ronald Hirschfeld (Bundeszentrale politische Bildung) sowie die Journalisten Thomas Grimm (Zeitzeugen TV) und Ulli Zelle (rbb-„Abendschau“).